17 Jahre Schule und Ökumene in Altendorf – Doris Müller / 05.07.2026
Kennen Sie den folgenden Witz, der unser Einstieg in den Schulgottesdienst war?
«Zwei Freunde wandern im Wald. Ein Bär taucht auf. Der eine zieht schnell seine Turnschuhe an. Der andere fragt: ‚Glaubst du, du bist schneller als der Bär?‘
Der andere antwortet: ‚Nein, ich muss nur schneller sein als DU.»
Gehören Sie eher zu den Turnschuhen-Typen: Turnschuhe an und rennen, wenn ein Problem vor einem auftaucht.
Oder gehören Sie zu dem Typ: Ich bin wie gelähmt, wenn es Probleme gibt.
Genau um dieses Thema ging es in den ökumenischen Schulschlussgottesdiensten in Altendorf am 2. und 3. Juli 2026.
Der Gelähmte wird von Jesus geheilt, seine Freunde haben ihm geholfen.
Was hat uns im letzten Schuljahr gelähmt und was hat uns aus der Lähmung heraus geholfen.
Sicher keine «Turnschuh»-Freunde, die davongerast sind.
Nach 17 Jahren Religionsunterricht beende ich in Altendorf meinen Einsatz für die reformierten Kinder. So war es für mich nach 17 Jahren auch der letzte ökumenische Schulgottesdienst in Altendorf, den ich zusammen mit meinen katholischen Kolleginnen und Kollegen vorbereitet und durchgeführt habe.
Das heisst, jeweils zwei Schulanfangsgottesdienste, zwei Rorate-Gottesdienste mit anschliessendem Frühstück, zwei Schulschlussgottesdienste pro Jahr. Carolina Mordasini und Thomas Maurer haben uns dieses Jahr unterstützt, aber in all den Jahren war ich oft die einzige reformierte Vertreterin, da kein reformierter Pfarrer zur Verfügung stand.
Die Gastfreundschaft in der katholischen Kirche, die Einladung zum Zmorge nach den Rorate-Gottesdiensten, der Austausch, die ökumenische Zusammenarbeit mit dem katholischen Team, Stefanie Hummel und Beat Züger, haben für mich neben dem Erteilen des Unterrichts einen hohen Stellenwert.
So bedanke ich mich nicht nur für das schöne Abschiedsgeschenk und die wertschätzenden Worte, sondern auch für die Unterstützung und Hilfe, wenn mich Probleme gelähmt haben und ich nicht die passenden Turnschuhe zum Wegrennen hatte.