Sternstundenunterricht

Wir berichten sichtbar über unser Tun und Wirken.

Das kennt wohl jeder: Du probierst etwas Neues aus und jemand kommt und sagt: «Du machst das falsch. Du musst das anders machen.» Einer weiss immer, was richtig und was falsch ist. In unserer Sternstundengeschichte ist es die Spinne Selma, die etwas andere Netze spinnt und von den anderen Spinnen ermahnt wird: «Selma, du machst das falsch.» Aber Selma achtet nicht auf die Bemerkungen der anderen, sondern spinnt ihre kunstvollen Netze bis zum Himmel hinauf (Bilderbuch Tini Malina «Selma, du machst das falsch»)

Den eigenen Weg suchen und finden, Neues ausprobieren, sich nicht beirren lassen durch das Gerede von anderen, darum ging es uns in dem diesjährigen gemeinsamen Sternstundenunterricht. Zusammen mit Jolanda Schnorf durfte ich in den sechs 1.Klassen im Schulhaus Lachen den Sternstundenunterricht zwei Lektionen mitgestalten. Zu zweit hat man die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten und einigen Kindern die nötigen Hilfestellungen zu geben. So entstanden recht individuelle Spinnen, und spezielle Spinnennetze wurden gezeichnet. Die Kinder hatten Freude an ihren Spinnen und den selbst gewählten Namen für ihre Spinnen.

Erfreulich ist, dass die Kinder aus verschiedenen Ländern und Religionen sehr gerne in den Sternstundenunterricht kommen, wo sie auf altersgerechte Art etwas über die Religionen und ihre Feste kennenlernen und passende Gegenstände mitbringen und zeigen dürfen (Z.B. Rosenkranz). Über ethische Fragen, wie z.B. Freundschaft, Zusammenleben, Toleranz, wird nachgedacht. Die Stärkung des Selbstvertrauens stand bei uns im Mittelpunkt: Du darfst Neues ausprobieren, egal was die anderen sagen, und deinen eigenen Weg gehen!

Mit bis zu 18 Kindern sind die Klassen recht gross, wir sind zu Gast in den verschiedenen Klassenräumen, so dass die Arbeitsbedingungen nicht einfach sind. Als erfahrene Lehrerin besitzt Jolanda Schnorf ein gutes Gespür für die Kinder und ein Talent für die Unterrichtsorganisation. Die Zusammenarbeit mit ihr ist eine Freude. Ich danke ihr herzlich für die gute Zusammenarbeit und der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde für die Ermöglichung der gemeinsamen Stunden.

Doris Müller, Katechetin